Stellenwert der Energie

Was muss der Unternehmer bei der Flüssiggasbestellung beachten?

Flüssiggas wird sowohl von der Industrie, im Handwerk als auch von privaten Verbrauchern verwendet. Die Industrie setzt es als Kältemittel und Kraftstoff ein. Es löste das ozonschädliche FCKW ab. Propan und Butan als Unterarten dieses Gases dienen jeweils als Treibstoff für Ottomotoren, die sowohl als reine gasbetriebene Fahrzeuge oder Hybridmodelle im Einsatz sind.

Die Flüssiggasbestellung wird entweder in Gastanks geleitet oder in Gasflaschen ausgeliefert. Vor der Bestellung muss sich der Unternehmer oder Verbraucher über die benötigte Menge erkundigen.

Egal, um welche Art von Gebinde es sich handelt, es wird nur bis zu einem Volumen von fünfundachtzig Prozent befüllt. Dieser Wert ergibt sich aus der physikalischen Ausdehnung. Unternehmer, die das Gas für ihre Firma ordern, finden die passenden Angebote im Internet. Alternativ können sie auch ihre Geschäftsfreunde nach einer verlässlichen Quelle befragen.
Neben der Behältergröße benötigt der Lieferant den aktuellen Füllstand des Tanks. Genauso wichtig ist der Lieferzeitraum. Wird das Gas schnell benötigt, zahlt der Kunde meistens einen Zuschlag. Dann folgt die Schlauchlänge. Sie bezieht sich auf den Abstand zwischen dem Tank und dem Platz, auf dem der Tankwagen während der Belieferung abgestellt werden kann. In der Praxis geht man von maximal dreißig Metern aus. Nun folgt die Größe des Tankwagens. In einigen Fällen kommen einzelne Tankwagen, sonst sind Tankzüge üblich, die bis 30.000 Liter fassen.

Die Flüssiggasbestellung erfolgt in erster Linie per Telefon, Fax oder Mail. Im Vorfeld ruft der Kunde seinen Lieferanten an und erkundigt sich nach den aktuellen Bedingungen. Hierzu zählen die aktuellen Tagespreise. Sie werden bei der Aufnahme der Bestellung zugrunde gelegt. Sobald das Gas geordert wurde, erstellt der Disponent eine Avis, das er umgehend an den Auftraggeber versendet. Auf der Auftragsbestellung befinden sich die Liefermenge, der ausgehandelte Preis sowie das Lieferdatum. Ist der Besteller oder seine Mitarbeiter zur vereinbarten Zeit nicht vor Ort und kann die Lieferung nicht annehmen, dann berechnet der Auftragnehmer eine Gebühr.

Ist der Kunde, der die Flüssiggasbestellung aufgegeben hat, bekannt, kann er meistens auf Rechnung zahlen. Der dazugehörige Betrag ergibt sich aus dem vereinbarten Preis sowie der eingefüllten Gasmenge.

Da die Gastanks genehmigungspflichtig sind und in zeitlich vordefinierten Abständen von unabhängigen Inspektoren geprüft werden, ist auch die Befüllung an bestimmte Kriterien gebunden. Bevor der Fahrer das Gas in den Tank einfüllt, muss ihm der Mitarbeiter der beauftragenden Firma alle aktuellen Dokumente vorlegen. Sie beziehen sich vor allem auf den Zustand des Gastanks, die aktuell vorhandene Gasmenge und die letzten Kontrollen.
Endverbraucher beziehen ihre Flüssiggasbestellungen in erster Linie in Flüssiggasflaschen, die ebenfalls nur bis zu fünfundachtzig Prozent befüllt werden dürfen. Es handelt sich in der Mehrzahl der Fälle um Leihflaschen, die der Endkunde zum Beispiel zum Kochen im Wohnwagen benötigt.


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